Inhalt

Sie sind hier: AMH » Runder Tisch Demenz » Über uns

Runder Tisch Demenz Mülheim an der Ruhr

Am Runden Tisch Demenz (R.T.D.), der rund alle sechs Wochen zusammenkommt, treffen sich VertreterInnen ambulanter und stationärer Senioreneinrichtungen, der Stadt Mülheim, der Pflegekassen, engagierte BürgerInnen und Betroffene sowie VertreterInnen der Alzheimer Selbsthilfe auf Einladung der Alzheimer Gesellschaft Mülheim an der Ruhr e.V. Selbsthilfe Demenz. Die außerordentliche Arbeitseffizienz des R.T.D. ergibt sich aus der Nähe zur Lebenswelt. KollegInnen, die der Demenzproblematik täglich praktisch begegnen, Betroffene, Angehörige und engagierte BürgerInnen, wie z. B. die Bürgerlotsen aus Dümpten, gewährleisten, dass sich die Inhalte stets an der Lebensrealität und den tatsächlichen Arbeitsbedingungen orientieren. Auch das Demenz-Servicezentrum Region Westliche Ruhrgebiet (DSZ) war seit 2010 aktiver Unterstützer und wichtiger Impulsgeber beim Aufbau und der Entwicklung des R.T.D.. Der Austausch mit Kostenträgern und der Stadt Mülheim hat hier insbesondere, was das Bekenntnis in der "Dialog Offensive Pflege" bezogen auf die Menschenwürde angeht, eine ganz besondere Qualität.

2011, im ersten Jahr seines Bestehens, erstellte der R.T.D. eine Angebotsübersicht aller Hilfen für Menschen mit Demenz (MmD) in Mülheim. Inhaltlicher Schwerpunkt war die Besonderheit der Belastungssituation von pflegenden Angehörigen, die eine intensive und individuelle Beratung erfordert. Aus dieser Diskussion entwickelte sich die Überzeugung, dass zur Verbesserung der häuslichen Situation für die Erkrankten und deren Angehörigen das Bereithalten "neuer" Angebote wichtig sei. Da die meisten MmD von nahen Angehörigen zu Hause gepflegt werden erschien es dringend, für beide "Parteien" ein passgenaues Unterstützungsangebot zu schaffen. Die vielfältig vorhandenen Angebote verschiedener Anbieter waren unter anderem der Auslöser, sich zusammen zu schließen, um MmD eine "konkurrenzlose" Hilfe zu gewähren. Ergebnis des Prozesses war die "Freiwillige Selbsterklärung: Demenz braucht keine Konkurrenz". Beim Welt-Alzheimertag (WAT) 2011 präsentierten sich die Mitglieder des Runden Tisches erstmalig an einem gemeinsamen Infostand und verzichteten weitgehend auf Marketinginstrumente ihrer Einrichtungen.

2012 erfasste der R.T.D. in einer großen Befragung die ambulante Versorgung mit Alltagsbetreuung unter dem Gesichtspunkt der Leistungsvielfalt und Qualitätssicherung. Der WAT 2012 in der Evangelischen Familienbildungsstätte stand ganz im Fokus dieses Themas, weil viele Betroffene das Angebot bis dahin nicht erreichte. In verschiedenen Workshops konnten Erkrankte und Angehörige ausprobieren, was Betreuung "kann". Flankiert wurde die Veranstaltung von hochkarätig besetzten Vorträgen.

2013 lud die Alzheimer Gesellschaft gezielt stationäre Alteneinrichtungen zur Mitarbeit beim R.T.D. ein und stieß auf großes Interesse. Ab Frühjahr tagte der R.T.D. reihum in den Altenheimen unterschiedlicher Trägerschaft. Die Häuser erhalten Gelegenheit, sich konzeptionell vorzustellen und Unterstützungsbedarfe zu melden. Der persönliche Kontakt von Anbietern, Kollegen, Angehörigen und Nutzern der Angebote hat inzwischen eine Kommunikationsebene entwickelt, die von Kooperationsbereitschaft gekennzeichnet ist. Beschwerden oder Schwierigkeiten, nicht nur in der stationären Versorgung, erreichen die direkten Ansprechpartner und lassen sich oft auf informeller Ebene rasch lösen. Auch die Kommunikation "konkurrierender" Einrichtungen, Pflegedienste und Kostenträger ist von der Problemorientierung der Demenzversorgung gekennzeichnet. Beim WAT 2013 präsentierte der R.T.D. die Zusammenarbeit in den jeweiligen Stadtteilen Mülheims. Stationäre, teilstationäre und ambulante Versorgungs- und Beratungseinrichtungen standen nach Quartieren orientiert gemeinsam an einem Stand, um über Angebote und Schnittstellen zu informieren. Hier wurde noch einmal die Bedeutung der Dienstleisterschulung im Einzelhandel und Bankwesen deutlich. Bei der Sparkasse Dümpten und dem Edeka Markt Kels stießen diese nicht nur bei den TeilnehmerInnen, sondern auch bei den KollegInnen auf großes Interesse. Alle zeigten sich von der Vielfalt und der Lebendigkeit der Mülheimer Angebote beeindruckt.

2014 befasste sich der R.T.D. mit dem Thema "Demenz im Krankenhaus". Die stationäre Behandlung stellt für einen Demenzerkrankten fast immer eine Katastrophe dar, weil er nicht nachvollziehen kann, was mit ihm geschieht. Sicherheit, Bezugspersonen und gewohnte Umgebung werden gegen eine Angst verursachende Struktur, die sich dem medizinischen Versorgungsbetrieb unterordnet, getauscht. Ergebnis dieses Prozesses war der Dialog mit dem St. Marien-Hospital Mülheim. Bei einem Treffen im Krankenhaus wurde unter hochrangiger Präsenz des Trägers der Gesprächsbeginn für eine Versorgungs-Verbesserung gesetzt. Zum WAT 2014 fand eine intensive Auseinandersetzung in einem Workshop für KollegInnen der Alltagsbetreuung statt, der auf großes Interesse stieß.

2015 stellte der R.T.D. die Auseinandersetzung mit dem Thema "Herausforderndes Verhalten" in den Fokus und organisierte dazu zwei gut besuchte Workshops mit dem Motto "Gemeinsam (feiern) und leben", das sich auch in einer Tanzveranstaltung anlässlich des WAT 2015 zeigte. Bisher erarbeitete Themen wie ambulante Versorgung, stationäre Versorgung, Alltagsbetreuung, Schulung von Dienstleistern und Nachbarschaften und Demenz im Krankenhaus werden von Themenpaten weiter im Auge behalten und immer wieder zu Arbeitsschwerpunkten führen.

2016 gelang es dem R.T.D mit Unterstützung des DSZ und des Verlags an der Ruhr erstmalig, einen "Wegweiser Demenz" für die Stadt Mülheim herauszugeben und zum WAT 2016 eine Veranstaltungswoche zum Thema Demenz in seiner Vielfalt zu veranstalten. Von Filmvorführungen über das gemeinsame Kochen bis hin zum Fachvortrag im Krankenhaus breiteten die Mitglieder des Runden Tisches eine bunte Palette an Möglichkeiten aus, sich dem Themenfeld zu nähern. Die Woche gipfelte in einer zentralen Veranstaltung in der Mülheimer Fußgängerzone, bei der sich nicht nur die Einrichtungen präsentierten, sondern auch zwei Ärzte sich zu einer offenen Sprechstunde bereithielten, die regen Anklang fand.

Für die Alzheimergesellschaft: Peter Behmenburg

» Spenden Sie für Alzheimer Mülheim

Helfen Sie der Alzheimer-Gesellschaft Mülheim an der Ruhr e.V. bitte mit Ihrer Spende.

Einmalige Termine

Keine Einträge gefunden

Regelmäßige Termine

12 Einträge gefunden

18. November 2017 15:00 Uhr
20. November 2017 10:00 Uhr
20. November 2017 14:30 Uhr
21. November 2017 10:00 Uhr
21. November 2017 10:30 Uhr
21. November 2017 11:00 Uhr
22. November 2017
22. November 2017 11:00 Uhr
23. November 2017 10:00 Uhr
23. November 2017 10:00 Uhr
23. November 2017 10:30 Uhr
23. November 2017 14:30 Uhr

Aktuelles

Keine Artikel in dieser Ansicht.